Prof. Dr. Hans Heinrich Driftmann im NDR

Am frühen Abend des 30. Juni 2009 flimmerte das DAS!-Magazin als “NDR-Dauerwerbesendung für Köllnflockenwerke” quasi zur besten Sende- und teuersten Fernsehwerbezeit (die es in den Dritten Programmen des per Zwangsgebühr finanzierten deutschen Fernsehens offiziell ja nicht gibt) über die deutschen Bildschirme. In Szene gesetzt wurde Prof. Dr. Hans Heinrich Driftmann. Der Moderator nannte ihn „ein wirtschaftliches Schwergewicht“. Das mit dem Schwergewicht stimmt wohl.

Er hat wirklich gut lachen, der gute Hans Heinrich Driftmann. Denn seine Ehefrau Gesche Kölln, Erbin der Köllnflockenwerke, hatte ihn einst in die Flockendynastie geholt. Ob sich das gelohnt hat? Im Jahre 2007 machten die Köllnflockenwerke 2,2 Millionen Euro Verlust. Auch 2006 kam nur ein knapper Gewinn von unter 100.000 Euro zustande. 2005 war es auch nur ein Kleckerbetrag. Nun ja.

Gern zeigt sich Driftmann neben Peter Harry Carstensen und Guido Westerwelle. Will er so seine unrühmliche Rolle vergessen machen, die er als Aufsichtsratsmitglied der HSH Nordbank inne hatte und hat? Knapp 3 Milliarden Euro Verlust sowie eine Bürgschaft von knapp 10 Milliarden Euro fallen in seinen Verantwortungsbereich. Komischerweise wurde darüber in DAS! nicht gesprochen.

Driftmann sagte dem Sinne nach: Es gehöre natürlich zu seinem Job als DIHK-”Präsident”, die Politik loyal beraten. Natürlich könne man von der Politik nicht verlangen, in jedwedem Feld Sachverstand vorzuhalten.

Wow! Das muss ja eine tolle Beratung gewesen sein, die Driftmann seinen Kollegen- und Politikerkollegen im HSH Nordbank-Aufsichtsrat hat angedeihen lassen. 13 Milliarden Euro Schieflage – da muss eine Menge Loyalität mitgeschwungen haben. Eine Beratung, so durchschlagend, dass jetzt einige Aufsichtsratskollegen – Politiker – hochkantig aus diesem Gremium herausfliegen.

Bei dieser Flugübung hat mit Sicherheit auch die Aufklärungsarbeit von Wolfgang Kubicki (FDP), Monika Heinold (Grüne) und Lars Harms (SSW) mitgeholfen. Aber ausgerechnet diese drei sollen jetzt wegen “Befangenheit” aus dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der Nordbank-Affäre fliegen, weil sie zeitweise im Beirat der HSH Nordbank gesessen hatten. Der Beirat berät zwar nur den Bankvorstand, trifft aber keine Entscheidungen. Die fallen im Aufsichtsrat. Da fragt man sich: hat Driftmann da auch seine Finger drin? Denn ihm kann es nicht recht gewesen sein, dass diese wackeren Politiker die Misere bei der HSH Nordbank so publik gemacht haben. Wurde darüber in DAS! gesprochen? Mitnichten.

Driftmann weiter bei DAS!: „Wir müssen unser gesamtes Steuer- und Abgabensystem auf den Prüfstand stellen. Wir brauchen transparentere Steuern… und wir müssen das System vereinfachen.“ Auch ob solcher Worte sind wir natürlich begeistert. Driftmann träumt den Traum von Transparenz – aber er meint sicherlich nicht die Art von Transparenz, die in der HSH Nordbank geherrscht hat, oder?

“Die Familie meiner Frau war ausgesprochen entgegenkommend…” Auch das Schieben auf den DIHK-Präsidentenposten muss mit einer Menge Entgegenkommen zu tun gehabt haben. Denn jemand, der mit lächerlichen 46 Stimmen in die Vollversammlung der IHK Kiel gewählt worden war, ist anscheinend auf besonderes Entgegenkomen angewiesen. Mit 46 Stimmen ist nämlich selbst in der Bananenrepublik Deutschland nicht unbedingt eine demokratische Legitimation herzuleiten.

Driftmann arbeitet nach eigenem Bekunden täglich von sieben Uhr bis mittags “stramm durch”. Und danach wird der Arme von Ehrenämtern geplagt. Wieviele Ehrenämter er denn innehabe – oh Gott, das sind soviele, das könne er gar nicht sagen.

Driftmann wollte in seiner Jugend Pastor werden. Es hatte sogar eine Zusage für ein Theologie-Stipendium gegeben. Deutschlands kammerzwanggebeutelte Unternehmer wären heute glücklich, wenn es denn so gekommen wäre. Denn als Pastor ist es heutzutage eher schwierig, jährlich einen Schaden von fast zwei Milliarden Euro anzurichten. Das ist ziemlich genau die Summe, die die Zwangskorporationen Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern Gewerbetreibenden und selbständigen Handwerkern in Deutschland abknöpfen. War das Gesprächsthema in DAS!? Leider nein.

Bis ins hohe Alter von siebzig Jahren will Driftmann nach eigenem Bekunden seinen Job bei den Köllnflockenwerken machen. Dann möchte er noch einen Thriller schreiben. Einen Thriller?? Hmm. Ein Thriller über die Machenschaften im Schmarotzersystem Kammerzwang – das würde mit Sicherheit ein Bestseller werden. Vielleicht würde kammerwatch-Chefredakteur Frank Lange sogar ein signiertes Exemplar vom Herrn Professor bekommen.

Es ist schon eine Schande, dass der NDR sich für solch eine billige Lobby-Show mit Schleichwerbung hergibt und nicht einmal ein Mindestmaß an Zivilcourage besitzt, um die wirklich interessanten Themen mit Driftmann zu diskutieren – denn Driftmanns Rolle im HSH-Nordbank-Desaster, der verfassungswidrige und verhasste Kammerzwang, durch die Kammern drangsalierte und abgezockte Unternehmer und Handwerker, planmäßige Überversorgung der Kammerbüttel, Mauscheleien bei der “Finanzierung” des DIHK-Palastes in Berlin, Kammerbüttel-Lustreisen in die ganze Welt und subventioniertes aus-dem-Markt-drängen freier Unternehmer sind Themen, die uns Selbständige unter den Fingernägeln brennen und an denen auch jeder andere Bürger interessiert ist.

Eine Schande? Ja. Ein Wunder? Nein. Denn wir würden uns schwer wundern, wenn der NDR nicht auch mit Repräsentanten des Schmarotzersystems Kammerzwang durchseucht wäre, die dort ihre hochbezahlte Nichts-Tu-Pöstchen inne haben und stramm die Zwangskammerdevise durchtragen: “Keine Zwangskammerkritik im Fernsehen”. Oder irren wir hier und es gibt gar keine Kammerbüttel beim NDR? Na ja – auf jeden Fall hat DAS!-Moderator Hinnerk Baumgarten ganz augenscheinlich eine ganz stramme Marschrichtung vorgegeben bekommen. Und wir unbedarfte Bürger dachten immer, Schleichwerbung beim NDR wäre verboten…

Und wer es nun ganz genau wissen will – diese Kölln-Flocken-Dauerwerbesendung kann man beim NDR via Internet ansehen.

Nachtrag:

Diese Dauerwerbesendung hat eine Vielzahl von Leserbriefen nach sich gezogen. Beispielhaft für den geballten Unternehmer-Zorn steht der folgende.

fernsehen@ndr.de
Leserbrief
DAS! vom Dienstag, den 30. Juni 2009, 18:45 Uhr: Sendung mit Herrn Driftmann

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großem Interesse sehe ich immer die Beiträge zu Wirtschaftsthemen im Fernsehen. So auch Ihre o. g. Sendung.

Was Sie sich als öffentlich rechtliche Einrichtung dort aber geleistet haben, machte mich wütend und zornig.

Hat Ihnen Herr Driftmann eingentlich etwas für diese Werbesendung gezahlt oder versprochen?

Oder haben Sie das aus Gefälligkeit gemacht?

Im ZDF wurde eine Moderatorin gefeuert, die in ihrer Sendung so nebenbei Schleichwerbung betrieb.

Wenn derartige Werbung bei Ihnen kostenlos ist, möchte ich auch gerne einmal meine Produkte der Öffentlichkeit vorstellen. Seit 10 Jahren kämpfe ich außerdem gegen die größte deutsche XXXXXorganisation und Schutzxxxxxxxxxxxxxbande. 10.000 Euro hat mich der Kampf gegen den faschistischen, grundgesetz- und menschenrechtswidrigen Kammerzwang bisher gekostet. Ein Ende ist genausowenig abzusehen wie die Wiederherstellung der Gültigkeit des Art. 9 GG für die Handel- und Gewerbetreibenden. Wie soll man sich einem Land gegenüber loyal verhalten, wenn der Gesetzgeber sich nicht an seine eigenen Gesetze hält?

Mit freundlichen Grüßen
im Auftrag der elesdag.mbh
Christoph Höll
Helgebornstrasse 14
61191 Rosbach
Deutschland

Inhaber: Christoph Höll

Internet: www.fahrpulte.ch

Entspannt sitzen. Scharf beobachten. Kammerzwang abschaffen.

Entspannt sitzen. Scharf beobachten. Kammerzwang abschaffen.


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7 Responses to “Prof. Dr. Hans Heinrich Driftmann im NDR”

  1. Commander Says:

    DAS! war diesmal ganz schwaches journalistisches Niveau. Keine kritischen Fragen. Keine Frage zur HSH Nordbank. Eigentlich hätte darüber stehen müssen: DAUERWERBESENDUNG.

    Ein politischer Weichspüler pur. Dieser Ariel Driftmann. Obgleich nicht aus der Gegend kommt macht er den Eindruck eines Dithmarscher Bauern. Seine Statements erinnern eher an Bauernweisheiten als an profunde wirtschaftliche Kenntnisse.

  2. K.H.Klementz Says:

    Sehr geehrte Damen und Herren vom NDR,

    ein Freund machte mich auf die heutige Sendung aufmerksam, weil dort Herr Driftmann zu Wort kommen sollte.

    Ja, ist er auch und zwar selbstlobend und er war voll des Lobes über sich selbst. Ein Ehrenamt nach dem anderen; eine große Firma im Rücken und natürlich der Vorsitzende vom DIHK. Doch wie paßt diese Ansammlung zusammen und ist sein Engagement beim DIHK vielleicht ein Ausrutscher?

    Der DIHK ist die Oberhand von den IHKn, also Einrichtungen, die auf dem Zwang zur Mitgliedschaft der Selbständigen basieren. Und ausgerechnet ein frei und mutig entscheidender Mitinhaber einer großen Firma drängt sich dort in den Vordergrund. Was diese Zwangsmitgliedschaft für einen moralischen Schaden bei den zwangsverdonnerten Mitgliedern nach sich zieht, das ist mit Worten nicht zu beschreiben; es ist fürchterlich. Jahr für Jahr muß für etwas bezahlt werden, was weder bestellt noch geliefert wurde. Es gibt keinen klaren Arbeitsnachweis, dafür aber Stehempfänge, Reisen der IHK-Leute bis ins ferne China und es werden vom vielen Geld sog. Protzbauten errichtet.

    Hört man Insider, dann wären über 90 % der Zwangsmitglieder diese IHK lieber heute als morgen los. Mit dem vielen Geld -es sollen so um die 1,8 Milliarden EURO pro Jahr sein- ließe sich ganz anderes anfangen.

    Mit kopfschüttelnden Grüßen
    K.H.Klementz, 40667 MB-Büderich, Dürerstr. 1, Tel. 02132/5663

  3. Heinrich Vetter Says:

    From: Heinrich Vetter
    To: fernsehen@ndr.de
    Sent: Wednesday, July 01, 2009 10:11 AM
    Subject: DAS (NDR-Sendung mit Herrn DIHK-Präsidenten Driftmann / am Dienstag, den 30. Juni 2009, 18:45 Uhr)

    Sehr geehrte Damen und Herren des NDR,

    Ihre gestrige DAS!-Sendung (moderiert von Hinnerk Baumgarten) bestand von Anfang bis Ende hauptsächlich aus Werbung für die Kölln-Flocken und Kölln-Müslis des neuen DIHK-Präsidenten Hans Heinrich Driftmann!

    Können Sie mir bitte mitteilen, wieviel man für eine derart lange Werbesendung beim NDR bezahlen muss?

    Oder ist diese Art Werbung beim NDR neuerdings für jeden kostenlos?

    Falls solche Werbung bei Ihnen kostenlos sein sollte, so möchte natürlich auch ich gerne bei Ihnen meine Produkte vorstellen.
    Und zwischendurch könnte Herr Hinnerk Baumgarten mich dann gerne auch mal befragen, was ich so zum DIHK e. V. bzw. zur Wirtschaftskrise usw. zu sagen hätte.

    Mit freundlichen Grüßen

    Heinrich Vetter
    Strümper Str. 23
    40670 Meerbusch
    Tel.: 02159-2388
    Fax: 02159-51188
    heinrich.vetter@vetter-metallwaren.de
    http://www.heinrich-vetter.de

  4. K.-H. Becker Says:

    Erstaunlich, wie ausführlich der Kölln-Flocken-DIHK-Präsident zunächst einmal seine eigenen Produkte in ausführlichster, gesetzwidriger Schleichwerbung im öffentlich-rechtlichen NDR-Fernsehen präsentieren durfte und auch regelrecht noch dazu animiert wurde! Der Moderator gab immer brav das Stichwort.

    So ist das eben, wenn unkundige (dumme?) Moderatoren einen vermeintlichen “Big Boss” der deutschen Zwangsmitgliedvertretung DIHK interviewen und Reklame für Müsli und Hühnerfutter machen dürfen. Es war den Strom des Fernsehers nicht wert.

    Hoffungslos am brennend heißen Thema der deutschen Zwänge und Abzockerei vorbei gequatscht. Wieder einmal eine deutsche Demonstration von Volksverdummung und Meinungslenkung durch billige Public Relations auf Kosten der Steuerzahler. Danach kam der Rest des Flockenmenschen aus Schleswig-Holstein, der da einst reich einheiratete und erst jetzt spät zum “ehrenamtlichen” DIHT-König wurde: Ein blumiger Lebenslauf mit Unmengen an Ehrenämterchen und Pöstchen, deren genau Zahl er selbst auf Nachfragen nicht mehr wußte. Aber er werde jetzt einige Ehrenämter abgeben, da ab jetzt viel mehr in Berlin zu tun sei. Ob er uns wohl als Aufsichtsrat der Krisen-HSH-Nordbank bleibt? Na sicher doch – das ist ja schließlich ein hochdotierter Posten, bei dem man auch schon einmal ungestraft einige Milliarden Euro versenken darf.

    Ein Mensch, der seinen Hals nicht voll genug bekommen kann und sich nun auch noch von IHK-Zwangsgeldern (von uns zwangsweise und oft unter Haftandrohung eingetrieben) in Berlin umtun darf.

    Und die ganze Familienbande hat wieder weiter fleißig in Neubauten und Produktionserweiterungen investiert. Ist das nicht toll? Was ist er so brav, der nette Flocken-Onkel von nebenan… Die sogenannten Aufgaben des DIHK wurden nur am Rande erwähnt. Von den zahlreichen Skandalen, kriminellen Geldverzockereien und Personalskandalen in den 80 IHKn und Außen-IHKn, deren Koordination ihm doch obliege, gab es kein Sterbenswörtchen zu hören. Eben fein vorgekaut und sende(r)gerecht zensiert.

    Von Köllnflocken und Müsli alleine ist dieser Dr. Driftmann sicher nicht so eine (schwer)gewichtige Person geworden. Ich werde jedenfalls keine einzige dieser Flocken jemals kaufen.

    Mit traurigen Grüßen an einen unfähigen Moderator beim NDR und an den Rest der Deutschen Zwangszahler…

    K.-H.Becker EAB (Zwangsverhafteter der IHK und Zwangszahler)

  5. Johnf Says:

    Was soll man vom öffentlich rechtlichen Rundfunk, der ja auch ein ähnlich zwangssubventioniertes System wir die IHKn ist, anderes erwarten?

    Stärkung der IHKn wird im Zweifelsfalle auch auf eine Stärkung des Staatlichen Rundfunks hinauslaufen, denn die Zitate, daß niemand gegen seinen Willen Mitglied eines Vereins sein darf, dürften auf anderer Front und in abgewandelter Form auch gelten. Da lassen sich auch ähnliche Argumentationen finden.

    Auf gut Deutsch: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

    Herzliche Grüße

    John F.

  6. Michael Pramann Says:

    Der Intendant des NDR ist
    Herr Lutz Marmor,

    Norddeutscher Rundfunk
    Lutz Marmor
    Rothenbaumchaussee 132
    20149 Hamburg

    Fax-Nr.:
    040 / 44 76 02

    bitte mit dem Vermerk: Zu Händen Herrn Marmor.

    in diesem Sinne,

    Michael Pramann

  7. Michael Pramann Says:

    Norddeutscher Rundfunk
    Lutz Marmor ( Intendant NDR )
    Rothenbaumchaussee 132
    D – 20149 Hamburg

    Fax: 040 / 44 76 02

    Betr.: DAS!-Sendung mit Driftmann-Interview

    Lieber Herr Marmor,

    hiermit möchte auch ich mich als Zwangsmitglied in die Protestgemeinde zu Ihrem Interview zwischen Herrn Baumgarten mit Herrn Driftmann einreihen.
    Ich finde es mehr als unangemessen, auf Kosten nicht nur der redlichen Gewerbetreibenden, die zumal Zwangsmitglieder der Kammern sind, eine kostenlose Werbesendung für Herrn Driftmann als Inhaber der KÖLLN-Flocken-Werke sowie als IHK-Präsident im NDR-Fernsehen zu senden.

    Zumal Driftmann in der Sendung auch noch öffentlich zugegeben hat, seine “ehrenamtlichen Pöstchen” zum eigenen Zweck angenommen zu haben und in eigenem Interesse auszuführen. Davon sprach er auch als Präsident des DIHK.
    Nicht genug, dass wir Zwangsmitglieder auch noch (und zwar lediglich wir, die kleinen Gewerbetreibenden) die pompösen Veranstaltungen und Gehälter der Kammern mitfinanzieren müssen, nun müssen wir auch noch mitansehen, wie unsere GEZ-Beiträge zweckentfremdet werden und damit massive Werbung für einen Einzelnen betrieben wird.

    Es ist unerhört, dass Driftmann, der auch für den HSH-Nordbank-Skandal als Aufsichtsratsmitglied verantwortlich ist, in ein Licht gestellt wird, das eines Ehrenmannes gereicht.

    Auch wir kleinen Gewerbetreibenden und Handwerker bekennen uns zum Wirtschaftsstandort Deutschland. Ich, und ich spreche wohl auch im Namen aller Zwangsmitglieder, bin nicht gewillt, mich mit einer derartig einseitigen Darstellung Driftmanns zufrieden zu geben.

    Insbesondere die Werbeveranstaltung. Besonders ist nicht hinnehmbar, wie Sie jedes Mal, wenn das Interview unterbrochen wurde und Sie das Gespräch mit Driftmann neu begonnen haben, immer wieder besonders betont darauf hingewiesen haben, dass Driftmann als IHK-Präsident auch Inhaber der KÖLLN-FLOCKEN-WERKE sei.

    Daher verlange ich als GEZ-Zahler und Zwangsmitglied der Handwerkskammer Hildesheim eine öffentliche Entschuldigung sowie eine ausführliche öffentliche Stellungnahme zu dieser peinlichen Dauerwerbesendung!

    In diesem Sinne und mit freundlichen Grüßen,

    Michael Pramann

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