Täuschen, tarnen, tricksen

Das “Hamburger Abendblatt” besschäftigt sich heute wieder einmal mit dem HSH-Nordbankskandal. Von Täuschen, tarnen, tricksen ist da die Rede.

Das Drama um die verzockten Milliarden der HSH-Nordbank hat das Land Schleswig-Holstein an den Rand der Pleite oder vielleicht sogar schon in die Pleite geführt. Natürlich ist auch die miserable Haushaltsführung der Großen Koalition für die schlimme Finanzlage des Landes mitverantwortlich. Die Sparziele wurden weit verfehlt und stattdessen wurden sogar neue Schulden wurden angehäuft. Ein Trauerspiel und ein Beweis für geballte Inkompetenz.

Im Aufsichtsrat der HSH-Nordbank ist vor kurzem nach langem Zögern und Zaudern ausgemistet worden und auch im Vorstand sind einige Posten vakant. Doch das tröstet wenig über die fast drei Milliarden Euro Verlust und die zehn Milliarden Euro Bürgschaft hinweg, für die der Steuerzahler brav geradezustehen hat. In der Bank wurde mit Milliarden gezockt und der Bürger darf es nun wieder einmal zu richten.

Was hat eigentlich Prof. Dr. Hans Heinrich Driftmann mit den verzockten Milliarden der Bank zu tun? Eigentlich nichts, möchte der unbedarfte Bürger denken. Von Driftmann ist ja im Zusammenhang mit der HSH Nordbank und den verlorenen Milliarden nichts zu hören und zu sehen, seit er in Berlin den “Präsidenten” des DIHK spielt und salbungsvoll gute Ratschläge erteilt. Und schließlich ist er ja nur als Aufsichtsrat der HSH Nordbank bei der Milliardenpleite dabei gewesen.

Als Aufsichtsrat der HSH Nordbank hat man augenscheinlich alle Narrenfreiheit und vielleicht ist es ja sogar eine Voraussetzung für den DIHK-Chefposten, dass man einige Milliarden Euro auf Steuerzahlerkosten versenkt haben muss.

Herzlichen Dank, Herr Driftmann, für Ihre tolle Leistung bei der HSH Nordbank. Wir empfehlen Ihnen den sofortigen Rücktritt aus allen Positionen, wo Sie auf Kosten des Steuerzahlers weiteren Schaden anrichten können und hoffen, dass sich die Staatsanwaltschaft eingehend mit Ihrer unrühmlichen Rolle als Aufsichtsratsmitglied der HSH Nordbank beschäftigt.

Entspannt sitzen. Scharf beobachten. Kammerzwang abschaffen.

Entspannt sitzen. Scharf beobachten. Kammerzwang abschaffen.


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2 Responses to “Täuschen, tarnen, tricksen”

  1. Michael Pramann Says:

    Wer also scharf auf Lametta ist, kann es sich in diesem Lande nicht einfacher verdienen.

    Wenn man jedoch bedenkt:
    “Medienmogul” Leo Kirch bekam das Bundesverdinstkreuz – dafür, dass er 4 Milliarden in den Sand gesetzt hat.

    Auf der anderen Seite die Sendung REPORT vom 21.07.2009 unter dem Titel:

    Frankfurts Investmentbanker sind wieder in Partylaune

    Hier der Link als Text:
    http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=4965146/1wybtqe/index.html

    Der Link zum Video:
    http://www.swr.de/report/-/id=233454/did=4965146/pv=video/gp1=5147308/nid=233454/lffygu/index.html

    Als krasser Gegensatz hier ein Artikel aus den NÜRNBERGER NACHRICHTEN:
    Titel: Friseurin ist trotz Arbeit arm

    Ein kleiner Auszug:

    “Trotz Arbeit nur 400 Euro im Monat

    Die 43-Jährige schneidet am wirtschaftlichen Ruin entlang: Haarlack, Tönungen, Shampoos, Krankenversicherung, Einkommensteuer – alles geht vom Umsatz ab. Im vergangenen Jahr blieben ihr monatlich etwa 400 € übrig. Wenn sie ihrer 17-jährigen Tochter nicht etwas vom Kindergeld und ihrer 19-Jährigen etwas vom Arzthelfer-Gehalt abzweigen würde, könnte sie nicht einmal ihre Dreiraum-Wohnung in der Nordstadt bezahlen.”

    http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1056006&kat=5

    Aber Hauptsache, den Kammerbonzen geht es gut und sie können sich kräftig an den Zwangsmitgliedsbeiträgen der Gewerbetreibenden und Handwerker bedienen.

    In diesem Sinne,

    Michael Pramann

  2. Duphorn Says:

    Merke: Bundesverdienstkreuz und Ehrenbürger sind oftmals eine Auszeichnung. Aber nicht für gute Leistung. Sondern für das Gegenteil derselben.

    Beispiel 1:

    Der Media Markt Gründer Leopold Stiefel hat auch das Bundesverdienstkreuz bekommen. Wofür? Dafür, dass es in den Innenstädten keine richtigen Rundfunkgeschäfte mehr gibt und nur noch die großen, überteuerten Media-Märkte am Stadtrand oder die Saturn-Kaufhäuser?

    Beispiel 2:

    Helmut Greve ist Ehrenbürger der Freien und Hansestadt Hamburg. Warum? Weil er für die Uni einen Neubau gestiftet und ansonsten die Stadt mit seinen hässlichen Zweckbauten verschandelt hat? Ein Greve-Bau ist immer sofort zu erkennen: schlicht und hässlich.

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